Die volkswirtschaftliche Bedeutung der deutschen See- und Binnenhäfen

Aug 2, 2019 | Keine Kommentare
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Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) hat eine Studie zur volkswirtschaftliche Bedeutung der deutschen See- und Binnenhäfen auf Grundlage ihrer Beschäftigungswirkung erstellen lassen.

Die mit der hafenabhängigen Wirtschaft verbundenen Arbeitsplätze sichern Kaufkraft und Wohlstand nicht nur an den Hafenstandorten, sondern entlang der gesamten Transport- und Wertschöpfungskette und somit im gesamten Bundesgebiet. Insbesondere bei der Begründung von öffentlichen Investitionen in maritime Infrastrukturen, zur Begründung politischer Prioritäten und zur Weiterentwicklung der Hafenpolitik, aber auch bei der Öffentlichkeitsarbeit sind Zahlen und verlässliche Informationen über die Beschäftigungswirkungen von Häfen und die hafenabhängige Wirtschaft von hoher Bedeutung.

Vor diesem Hintergrund hat das BMVI eine Studie beauftragt, in der die volkswirtschaftliche Bedeutung der deutschen See- und Binnenhäfen auf Grundlage ihrer Beschäftigungswirkung untersucht wurde. Dazu hat das beauftragte Konsortium – Institut für Seeverkehrswirtschaft und Logistik (ISL), Fraunhofer-Center für Maritime Logistik und Dienstleistungen, Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik, ETR: Economic Trends Research und Prof. Holocher & Partner – zunächst eine differenzierte Methodik entwickelt, die in Berlin im Rahmen eines Workshops Vertretern der Hafenbehörden, Bundesländer, Interessensverbänden und Wissenschaft vorgestellt und diskutiert wurde.

Die Untersuchung zeigt, dass die deutschen See- und Binnenhäfen zum einen selbst eine hohe Bedeutung für Beschäftigung und Wertschöpfung in Deutschland haben und zum anderen den Transportweg für die weltweiten Exporte der deutschen Industrie sichern: Die direkten Beschäftigungswirkungen der Häfen belaufen sich auf etwa 36.000 Personen, die mit dem Umschlag oder dem Betrieb der Häfen beschäftigt sind. Zählt man die Beschäftigten in der hafenabhängigen Transportkette hinzu, so sind es 176.000 Personen. Die Bedeutung für die Industrie wird in den 1,35 Millionen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten deutlich, die derzeit mit der Produktion von Gütern beschäftigt sind, die über die deutschen See- und Binnenhäfen verschifft werden. In diesem Zusammenhang sind die Häfen für eine Vielzahl von Industrie- und Logistikunternehmen ein zentrales Argument bei der Standortwahl. Über indirekte und induzierte Effekte steigen die Beschäftigungswirkungen der Häfen auf bis zu 5,5 Mio. Personen an.

Die vollständige Studie finden Sie hier: Download der Studie

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