Ergebnisse der Evaluation von IHATEC

Mit dem Förderprogramm für Innovative Hafentechnologien (IHATEC) unterstützt das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) Forschungs- und Entwicklungsprojekte sowie Durchführbarkeitsstudien im Bereich von Häfen und hafennahen Unternehmen. Zentrale Themen sind dabei innovative Hafentechnologien in Bezug auf den Güterumschlag, Fahrgastdienste oder den Warentransport im Hafen. Die Bundesregierung stellte für IHATEC von Juli 2016 bis zum Ende des Jahres 2020 Fördermittel in Höhe von insgesamt bis zu 64 Millionen Euro zur Verfügung.  Antragsberechtigt für IHATEC sind Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft, Einrichtungen für Forschung und Wissensverbreitung, außeruniversitäre Einrichtungen und Ingenieurbüros aus Deutschland.

Zur Vorbereitung der Fortschreibung der IHATEC-Förderrichtlinie hat das BMVI ETR mit der Evaluation des Programms beauftragt. Diese hat ETR gemeinsam mit Kerlen Evaluation Ltd und dem Hapag-Lloyd Center for Shipping and Global Logistics der Kühne Logistics University in Hamburg durchgeführt. Das Ziel der Evaluation war es, die Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit von IHATEC zu bewerten und Handlungsempfehlungen für die weitere Ausgestaltung des Förderprogramms zu entwickeln.

Zentrale Ergebnisse der Evaluation sind:

  • Die deutschen See- und Binnenhäfen sind wichtige Pfeiler der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung Deutschlands, die sich stimulierend auf die sozioökonomische Entwicklung in ihrem Umland auswirken. Um im Wettbewerb zu bestehen, müssen die Häfen sich infrastrukturell und technologisch kontinuierlich anpassen.
  • Das Antragsverfahren für die Förderung durch IHATEC wird von den Projektbeteiligten insgesamt positiv bewertet. Auch die Projektdurchführung sowie die Programmaktivitäten werden überwiegend positiv beurteilt. Erfolgsfaktoren für die Projekte sind Kooperation, Engagement, effizientes Projektmanagement und Erfahrungen mit Förderprogrammen. Negativ wirken sich insbesondere fehlende oder fluktuierende Personalausstattung aus.
  • Die thematische Ausrichtung und die Berücksichtigung der Bedarfe der Hafenwirtschaft in dem Förderprogramm werden von den IHATEC-Projektbeteiligten in hohem Maße als „gut“ oder „sehr gut“ bewertet.
  • Die zentralen Ziele der IHATEC-Projektförderung, die Neu- und Weiterentwicklung innovativer Technologien in Häfen sowie die Erweiterung des Anwendungsspektrums digitaler Technologien, werden erreicht. Unternehmen und Forschungseinrichtungen sind mit der Zielerreichung überwiegend zufrieden.
  • Die Verbundprojekte tragen zur Effizienz, Sicherheit und Umweltfreundlichkeit der Häfen bei. Ganz besonders werden durch Produktinnovationen und die Einführung neuer Technologien die Programmziele Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit der Häfen positiv beeinflusst.
  • Die Prozesse der IHATEC-Förderrichtlinie sind zielführend, wobei das eingesetzte Instrumentarium und die Prozessbegleitung von den Fördernehmern im Wesentlichen als angemessen und nützlich betrachtet werden. In Relation zu den Fördersummen sind die Kosten für den Aufwand der Antragsstellung und die Administration des Projektes seitens der Fördernehmer vergleichbar zu anderen Programmen.
  • Die Evaluation hat gezeigt, dass die Fördernehmer mit dem IHATEC-Programm insgesamt sehr zufrieden sind. Diese beurteilen die Fortsetzung von IHATEC als höchst bedeutsam für die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der deutschen See- und Binnenhäfen.
  • Handlungsempfehlungen, deren Umsetzung potenziell dazu beitragen, die Zielerreichung und die Effizienz des Programms zu erhöhen, gibt es in Bezug auf die Ausgestaltung, Zielgruppen, Inhalte und die Administration des Programms.

e im Mai 2020 vorgelegt werden, basieren auf Fallstudien, Auswertungen von Förderdaten, Kontextanalysen und einer Befragung der Förderempfänger.

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